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16.04.2019 |
Pressemitteilung
50Hertz schließt Offshore-Windparks Arkona und Wikinger termingerecht an sein Übertragungsnetz an
Die Offshore-Umspannplattform Arkona inmitten des gleichnamigen Windparks. Foto: Siegfried Wagner/50Hertz

Berlin/Sassnitz – Der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz hat die Offshore-Windparks Wikinger (Betreiber: Iberdrola) und Arkona (Betreiber: E.ON und Equinor) vor Rügen termingerecht zu deren Inbetriebnahmen und für den Netzkunden günstiger als ursprünglich kalkuliert an sein Übertragungsnetz angeschlossen. Nach drei Jahren Bauzeit und einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 1,3 Milliarden Euro fließt Erneuerbare Energie im Probebetrieb über drei jeweils 90 Kilometer lange Seekabel ins Umspannwerk Lubmin und von dort aus zu den Verbrauchern.

„Wir gratulieren E.ON und Equinor zu der erfolgreichen Inbetriebnahme ihres ersten Windparks in der deutschen Ostsee und sind stolz auf unsere partnerschaftliche Zusammenarbeit bei der Errichtung der gemeinsamen Offshore-Plattform Arkona“, betonte 50Hertz-CEO Dr. Frank Golletz anlässlich der heutigen offiziellen Einweihung in Sassnitz und fügte hinzu: „Diese Offshore-Plattform hat einen neuen Standard gesetzt. Das gute europäische Miteinander werden wir auch beim Betrieb des Windparks fortsetzen. Unser besonderer Dank gebührt neben dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) dem Land Mecklenburg-Vorpommern, das die Offshore-Projekte und deren Anbindung stets verlässlich unterstützt. Auf diese bewährte Zusammenarbeit setzen wir auch bei den zukünftigen Projekten“, so Golletz weiter.

Windparks über 220-Kilovolt-Drehstrom-Technik angebunden

Die Anbindung der Offshore-Windparks Wikinger und Arkona, dem bisher größten Investitionsprojekt von 50Hertz, startete im Jahr 2015 und erfolgt im Umspannwerk Lubmin. Erstmalig für die Ostsee wurde die Netzanbindung mit 220-kV-Drehstromtechnik umgesetzt. Damit ist eine höhere Leistungsübertragung möglich. Bei bisherigen Anbindungen von Offshore-Windparks in der deutschen Ostsee waren es 150-kV-Drehstromkabelsysteme. Im Umspannwerk Lubmin wird der Strom auf 380 Kilovolt hochgespannt und ins Übertragungsnetz von 50Hertz eingespeist.

Neue Projekte in der Ostsee bestätigen deren hohe Attraktivität

Dass die Ostsee für die Windenergiebranche ein attraktiver Standort mit hoher Windausbeute ist, der den Vergleich mit der Nordsee nicht zu scheuen braucht, betonte Dr. Henrich Quick, Leiter Projekte Offshore bei 50Hertz. Dies zeige sich auch daran, dass etwa Iberdrola bereits in den Startlöchern für zwei neue Ostsee-Projekte stehe (Baltic Eagle und Wikinger Süd). Neu unter den ausländischen Investoren in der Ostsee ist das belgische Unternehmen Parkwind mit dem Projekt Arcadis Ost 1. Die drei Windparks mit einer Gesamtleistung von 730 Megawatt sollen über drei Kabelsysteme an das 50Hertz-Netz angeschlossen werden. Die Netzanbindung der Windparks mit dem Namen Ostwind 2 werde weitgehend parallel zur Trasse Ostwind 1 verlaufen, so Dr. Quick.

Die 50Hertz-Netzanbindung Ostwind 1

Die Netzanbindung Ostwind 1 umfasst die Netzanschlüsse für die Offshore-Windparks Arkona und Wikinger. Die drei Kabel des Projektes Ostwind 1 sind auf See jeweils 90 km lang, an Land drei Kilometer lang und enden an Land im 50Hertz-Umspannwerk Lubmin. Die zuständige Genehmigungsbehörde für die Errichtung und den Betrieb der Netzanschlüsse für die Landtrasse und für die Seetrasse im Bereich des Küstenmeeres (12-Seemeilen-Zone) ist das Energieministerium von Mecklenburg-Vorpommern. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) ist zuständige Genehmigungsbehörde für die Seetrasse im Bereich der ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ). Weitere Informationen zum Projekt auf 50hertz.com

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Volker Kamm

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